EhvO / First Responder
Schwerpunkt des Löschzuges Wallbrecken
Nachgestellter Motorradunfall
Schwerpunkte der Einsätze waren bisher akute Erkrankungen (z.B. Herz- und Kreislaufschwächen) und Unfälle mit verletzten Personen. Die Aufgaben der Feuerwehrleute aus Wallbrecken sind in diesen Einsätzen durchaus vielfältig. Das Spektrum reicht vom Stillen einer Blutung nach einer Verletzung bis zur Erleichterung der Atmung durch Sauerstoffverabreichung. Absolute Priorität bei sämtlichen Einsätzen der "Helfer vor Ort" hat aber die Erhaltung der Vitalfunktionen (Atmung und Kreislauf). Medizinische Analysen haben ergeben, dass zwei Drittel der erfolgreichen Reanimationen innerhalb der ersten Minuten durchgeführt wurden. Die Stärke der "Helfer vor Ort" liegt im eng umrissenen Einsatzgebiet bzw. Löschbezirke der Löschzüge Frielinghausen, Herbringhausen, Beyenburg und Wallbrecken. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgt über die Leitstelle der Feuerwehr Wuppertal. Das Einsatzgebiet ist unter den Rettungsdiensten der Städte Wuppertal und Remscheid aufgeteilt worden. Die Gebiete ab der Windfoche bis hinunter in die Beyenburg werden von dem Rettungsdienst Wuppertal abgedeckt. Die Gebiete ab der Windfoche bis zur Stadtgrenze, also die Löschbezirke der Löschzüge Frielinghausen, Herbringhausen und Wallbrecken, werden von dem Rettungsdienst Remscheid übernommen. Durch die Remscheider Telefonanschlüsse der Gebiete von Frielinghausen bis zur Spiekerlinde läuft der Notruf bei der Feuerwehr Remscheid ein und wird leider nicht immer bzw. sehr selten zu der Feuerwehr Wuppertal weitergeleitet, damit diese die Helfer vor Ort alarmieren kann. Durch gute Ortskenntnisse und kurze Anfahrtswege können die freiwilligen Helfer schon kurz nach der Alarmierung aktiv werden. Nach den bisherigen Erfahrungen liegt die durchschnittliche Ausrückdauer bei ca. drei Minuten, das bedeutet, dass je nach Lage des Einsatzortes schon 5-10 Minuten nach dem Notruf fachkundige Hilfe geleistet werden kann. Damit wird die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes von den Feuerwehrmännern sinnvoll genutzt, um eventuell lebensbedrohliche Zustände abwenden zu können. Diese weitgehend kostenneutrale Ergänzung der Rettungskette in der ländlichen Struktur Beyenburgs hat sich bewährt. Die Äußerung der Personen, die man am Einsatzort antrifft, ist zunächst erstaunt - "Wir haben doch nicht die Feuerwehr gerufen" - dann erleichtert - "Wir sind froh, dass Sie so schnell gekommen sind".